Bestandskundenpflege bei der Ärzteversorgung

Ich wohne bereits seit 2002 hier… zuerst Am Gutspark 18und dann, aus einer kleinen niedlichen 2-Zimmer-Wohnung mit offener Küche in trauter Zweisamkeit in eine geräumige 3-Zimmer-Wohnung mit riesengroßen Balkon im Haus mit der Nummer 20.

Wir hatten uns damals überall umgesehen, aber waren von den Wohnungen Am Gutspark besonders angetan. Aus dem Hausmeisterbüro haben wir uns dann die Grundrisse sämtlicher Wohnungen besorgt und eine bescheidene Top 10 Liste erstellt. Man kam uns natürlich besonders entgegen, da es schließlich zukünftig mehr Miete  für die Ärzteversorgung geben würde. Wie bei einem Handyvertrag freut sich der Anbieter besonders, wenn man als Kunde den nächsthöheren Tarif auswählt.

Luna nach ihrer ersten Nacht

Dann kam der Hund… und damit die Probleme! Auf Anfrage bei der Ärzteversorgung sagte man mir (den Namen erwähne ich hier nicht), dass Hunde eigentlich nicht erlaubt, aber dennoch geduldet werden. Schließlich hätten doch so viele Mieter auch einen Hund und man könnte immer noch behaupten, dass der Hund nur zu Besuch da wäre. Im Haus habe ich nachgefragt und keiner unserer Nachbarn hatte irgendetwas einzuwenden. Also kam 2008 Luna www.schoffelmann.dezu uns in die Wohnung und die Nachbarn behaupten, dass man sie so gut wie gar nicht hört, denn Luna bellt eigentlich nicht. Bei schönem Wetter schaut sie über die Balkonbrüstung und beobachtet, wer denn so alles von der Arbeit nach Hause kommt. Selbst wenn sie jemanden sieht, den sie kennt, ob Hund oder Mensch, ein Border Collie, der sonst Schafe hütet, bellt nicht.

Auch die schönste Zweisam-, in diesem Falle Dreisamkeit, ist irgendwann zu Ende und man einigt sich u.a., wer den Hund behält und wer denn auszieht. Mir wurde auch hier von der Ärzteversorgung (wieder der selbe Name, den ich hier nicht erwähnen möchte) nahe gelegt, doch zu behaupten, dass der Hund ebenfalls die Wohnung für immer verlässt. Schließlich gab es doch Beschwerden, dass der Hund gewisse Dinge tut, an die ich mich wirklich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, dass sie, also Luna, sie je getan hätte.

Nun zum eigentlichen Thema… eine so große Wohnung brauchen Frauchen und Hund nun wirklich nicht mehr und somit kam doch die Idee, sich eine kleinere Wohnung zu suchen. Also wieder bei der Ärzteversorgung gefragt und gespannt auf die Antwort hieß es nur, dass man sich selbst im Hausmeisterbüro informieren solle, wo und wann denn was frei werden könnte, denn es wäre NICHT möglich, eine Interessentenliste zu führen um ggf. diese über das freiwerden einer Wohnung zu informieren. Eine Traumwohnung hatte ich dann aber schnell gefunden und alles getan, um den derzeitigen Mieter zu erreichen. Es war nur Pech, dass dieser sich im Urlaub befand und als er wieder kam, die Wohnung wohl schon lange anderweitig vergeben wurde. In der Berliner Allee 20 wusste aber der Kollege natürlich über mein Interesse nicht Bescheid. Der Mieter aus der Traumwohnung aber, der mich dann netterweise informiert hatte, erzählte mir dann, dass er sich doch nach einer größeren Wohnung umgesehen hatte und man ihm von der, in der ich auch jetzt noch wohne, nichts gesagt hätte. Bestandskundenpflege? Nein, lieber neue Mieter. Der Grund dafür war mir nur nicht so ganz ersichtlich. War es wegen Luna oder weil ich dann für eine kleinere Wohnung auch weniger Miete zahlen würde?

Auch die zweite Wohnung, die ich Am Gutspark bezog, wurde mit einer, eigentlich nicht mehr rechtmäßigen mehrjährigen Vertragsfrist belegt, womit eine Kündigung von mir erst Mitte 2011 wirksam wäre. Dennoch bekomme ich in regelmäßigen Abständen Anrufe von Interessenten, die sich eben meine Wohnung ansehen wollen. Auch wenn ich immer wieder bemerke, dass ich erst sehr viel später als von den Interessenten erwartet, ausziehen könnte und dass sie sich bitte wieder an die Ärzteversorgung wenden um ihnen das zu sagen, was ich ihnen sagte… nämlich dass ich auch nur dann ausziehen kann, wenn ich selbst eine andere Wohnung in Aussicht hätte.

Diese sind meine Erfahrungen mit der Ärzteversorgung. Bei den Gesprächen mit den Nachbarn im Hausflur, habe ich aber schon einige andere Geschichten gehört, die sicher meine Erlebnisse in ihrer Ungewöhnlichkeit noch überbieten. Kommentare erwünscht.

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